Die Kreuzkirche ist eine der beiden Kirchen der evangelischen Emmaus-Kirchengemeinde im Süden der Stadt Heilbronn. Sie wurde 1964 von der Martin-Luther-Gemeinde errichtet und war von 1965 bis zur Wiedervereinigung der Gemeinden selbstständige Pfarrkirche.

In den 1950er-Jahren wuchs die Bevölkerung im Süden Heilbronns stark an. Es entstand der Wunsch nach einer eigenen Kirche mit Kindergarten und Gemeindezentrum nördlich der Sontheimer Straße. Nach Plänen von Rolf Krauter unter Mitwirkung des Architekten Fritz Holl entstand ein zweistöckiger Gebäudekomplex, der außer der 350 Personen fassenden Kreuzkirche noch vier Gemeinderäume, eine Küche, den zweigruppigen Hohrain-Kindergarten, zwei Wohnungen und eine Tiefgarage umfasst.

Die Kreuzkirche wurde am 6. Dezember 1964 mit einem Festgottesdienst von Landesbischof Erich Eichele eingeweiht. Zum 1. Januar 1965 löste sich dann ein neuer Pfarrbezirk aus der damaligen Heilbronner Martin-Luther-Kirchengemeinde heraus und wurde zur selbstständigen Kreuzkirchengemeinde. Ebenfalls im Januar 1965 wurde der zugehörige Kindergarten eingeweiht. Die Orgel der Kirche konnte im März in Betrieb genommen werden.

2002 schlossen sich die Martin-Luther-Kirchengemeinde und Kreuzkirchengemeinde wieder zusammen und gaben sich den neuen Namen Emmaus-Kirchengemeinde.

Beschreibung

Über dem Kirchengrundriss in Form eines Rechtecks erhebt sich eine mit Kupfer gedeckte Dachkonstruktion, die an einen abfallenden Hang oder an einen Bergrücken erinnert. Der Kirchturm mit sechs bei der Glockengießerei Bachert gegossenen Glocken erhebt sich hinter dem höchsten Punkt der Dachkonstruktion.

Der Altarraum ist in Sichtbeton ausgeführt, die Decke innen aus Holz, der Boden mit Parkett versehen. Tageslicht erreicht den Altarraum durch die vielen Buntglasfenster des Künstlers Peter Jakob Schober, die bis unter die Decke in den Sichtbeton-Seitenwänden eingelassen sind. Ein gusseisernes, mehrfach durchbrochenes Kreuz schmückt den Altarraum. Die direkt im Kirchenraum befindliche Orgel wurde 1999 von der Orgelbaufirma Seifert neu gestaltet.

„Laudate Dominum“

Anlässlich des 50. Geburtstags der Kreuzkirche im Jahr 2014 hielt Dr. Andreas Pfeiffer, ehemaliger Direktor des Heilbronner Kunstmuseums und persönlicher Bekannter des Künstlers Peter Jakob Schober einen Festvortrag über die Bedeutung der Fenster dieser Kirche. Im gleichen Jahr gestaltete Pfarrer Albrecht Wein seine Osterpredigt zu diesen Fenstern.

Die beiden Texte wurden in dem Heft: „Laudate Dominum“ zusammengefasst und für die Veröffentlichung bearbeitet. Hier können Sie die gesamte Broschüre anschauen: „Laudate Dominum“