Martin-Luther-Kirche

Die Martin-Luther-Kirche ist eine evangelische Kirche in  Heilbronn. Die Kirche wurde 1934 erbaut und nach Beschädigungen im Zweiten Weltkrieg als erste wiederhergestellte Kirche der Stadt 1948 wieder eröffnet. Sie gehört zur Emmaus-Kirchengemeinde Heilbronn.

Die Errichtung der Kirche steht im Zusammenhang mit der Besiedlung des Heilbronner Südens zwischen Schmollerstraße und Sontheimer Landwehr in den 1930er Jahren.

Das Gebäude wurde nach Plänen des Architekten Hermann Wahl gebaut und am 17. Juni 1934 durch Stadtpfarrer Fritz Stein, Dekan Karl Hoß und Landesbischof Theophil Wurm eingeweiht. Bei der Altarweihe wurde ein Exemplar der Barmer Erklärung der Bekennenden Kirche in einer Kupferkapsel unter dem Altar vermauert. Von Anfang gehörte zum Ensemble ein Kindergarten.

Aufgrund ihrer einfachen Gestaltung und des weitgehend unbeschädigten Mauerwerks konnte die Kirche bis 1948 als erste Heilbronner Kirche nach dem Krieg wiederhergestellt werden.

Eine Orgel konnte erst 1949 beschafft werden, ein Taufstein und ein Altar 1951. Im Folgejahr konnte man die Orgel von fünf auf zwölf Register erweitern. Von der Kilianskirche erhielt man 1954 über drei Tonnen alten Glockenmaterials zum Guss von neuen Glocken, die in der Glockengießerei Bachert in Heilbronn gegossen und am 12. September 1954 geweiht wurden.

1960 entschied man über die Wiederherstellung des Chorfensters in seiner ursprünglichen schmalen Form, das dann vom Fensterkünstler Adolf Saile gestaltet und 1963 in die Chorwand der Martin-Luther-Kirche eingebaut wurde. Eine Renovierung der Kirche mit einer zum neuen Fenster passenden Ausgestaltung des Chores schloss sich an. 1967 wurde außerdem eine neue Orgel bei Walcker in Ludwigsburg beschafft.